

Am 05. März ist internationaler Energiespartag. Spätestens seit Strom und Gas immer teurer werden, stellen wir uns alle die eine Frage: Wie kann man Energie sparen? Die Suche nach Möglichkeiten zur effizienten Energienutzung im Alltag ist schon seit der Nachhaltigkeitsbewegung brisanter denn je, eine europaweite Energiekrise verleiht ihr nun jedoch noch einmal zusätzlich Gewicht. Darum präsentieren wir Ihnen heute wertvolle Energiespar-Tipps, mit deren Hilfe Sie Ihren Geldbeutel ein gutes Stück entlasten können – und die Umwelt auch.
1. Energiesparen beim Heizen
Die Heizkostenabrechnung bereitet aktuell sicher dem einen oder anderen Kopfschmerzen. Gerade beim Heizen und bei der Warmwasserbereitung kann der Energieverbrauch im Haushalt einen großen Anteil ausmachen. Doch was ist die Alternative zum Heizen, gerade im Winter? Etwa frieren? Nein, das muss natürlich nicht sein. Schon eine bewusst gewählte Raumtemperatur kann dabei helfen, den Energieverbrauch beim Heizen zu beeinflussen. Welche Temperaturen sinnvoll sind, hängt dabei auch von Raum, Nutzung und persönlichem Wärmeempfinden ab. Häufig werden folgende Richtwerte genannt:
- Schlafzimmer: 17 bis 18°C
- Wohnzimmer: 20 °C
- Badezimmer: 22 bis 23 °C
- Küche: 18 °C
Wer denkt, er tut seinem Geldbeutel etwas Gutes, wenn er die Heizung zwischendurch komplett ausschaltet, sollte die jeweilige Situation genauer betrachten. Wie sinnvoll das Absenken oder Ausschalten ist, hängt unter anderem von Gebäude, Außentemperatur, Dauer der Abwesenheit und Heizsystem ab. Bei stark ausgekühlten Räumen kann das anschließende Aufheizen entsprechend mehr Energie benötigen.
Damit die Heizkörper ihre Arbeit ordnungsgemäß und effizient verrichten können, sollten folgende Dinge beachtet werden:
- Heizung nicht zustellen und nichts daran aufhängen
- Heizung von Staub befreien
- Heizung regelmäßig entlüften
Zu guter Letzt ein echter Geheimtipp, wenn es um das Heizen geht: Bei Heizkörpern an Außenwänden kann die Wand hinter dem Heizkörper Einfluss auf den Wärmeverlust haben. Je nach baulicher Situation können dafür geeignete Dämm- oder Reflexionslösungen infrage kommen. Ob und in welchem Umfang sich dadurch der Energieverbrauch beeinflussen lässt, hängt unter anderem von Gebäude, Wandaufbau und Heizsystem ab.


2. Wie kann man Energie sparen? Mit dem Austausch stromfressender Küchengeräte!
Setzt man mal das Strommessgerät an, zeigt sich bei vielen Küchengeräten ein spürbarer Energieverbrauch. Besonders Geräte wie Kühlschrank, Gefriertruhe und Herd können im Haushalt eine wichtige Rolle spielen, da sie regelmäßig oder dauerhaft in Betrieb sind. Mit zunehmendem Alter kann sich der Verbrauch einzelner Geräte im Vergleich zu neueren Modellen unterscheiden. Ob sich ein Austausch lohnt, hängt jedoch vom konkreten Gerät, seinem Zustand, seiner Nutzung und seinem tatsächlichen Verbrauch ab. Beim Kauf von neuen Küchengeräten sollten Sie deshalb auf die Energieeffizienzklasse und die konkreten Verbrauchsangaben achten – denn neu heißt nicht automatisch, dass jedes Gerät besonders sparsam ist. Seit 2021 kennzeichnet ein innerhalb der EU einheitliches Energielabel zahlreiche Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler und weitere Produktgruppen. Die Skala reicht dabei von A bis G und ermöglicht einen Vergleich innerhalb der jeweils gekennzeichneten Produktkategorie.
Bei der Wahl Ihrer neuen Kühlgeräte sollten Sie sich auch Gedanken über die passende Größe machen. Ein besonders großer Kühlschrank kann verlockend sein, bringt aber je nach Modell auch einen höheren Energieverbrauch mit sich. Passen Sie das Gerät deshalb möglichst an Ihren tatsächlichen Bedarf an. Für einen Zwei-Personen-Haushalt nennt die Verbraucherzentrale als Orientierung ein Kühlschrankvolumen von etwa 100 bis 150 Litern.
Kommt dann der neue Kühlschrank ins Haus, kann schon die Wahl des Standorts eine Rolle für seinen Energieverbrauch spielen. Sie sollten darauf achten, ihn möglichst nicht in unmittelbarer Nähe zum Herd, zur Spülmaschine oder zu einem Heizkörper aufzustellen. Diese Geräte können Wärme abgeben und dadurch die Umgebungstemperatur erhöhen. Platzieren Sie den Kühlschrank deshalb möglichst mit ausreichendem Abstand zu solchen Wärmequellen und beachten Sie zusätzlich die Aufstellhinweise des Herstellers.


3. Sparsam kochen und backen
Energiesparen im Haushalt kann gerade in der Küche an vielen Stellen ansetzen. Beim Kochen nutzen wir neben dem Herd eine Vielzahl an Geräten, die Strom verbrauchen und deren Nutzung den Energieverbrauch beeinflussen kann. Darum präsentieren wir Ihnen im Folgenden eine Liste mit Tipps, wie Sie beim Kochen und Backen bewusster mit Energie umgehen und den Verbrauch je nach Situation reduzieren können.
- Immer einen Deckel nutzen: Wenn Sie Nudelwasser erhitzen, Öl im Topf auf Temperatur bringen oder ein Gericht garen möchten, kann ein passender Deckel dabei helfen, Wärme im Kochgeschirr zu halten. Dadurch kann sich die Aufheiz- oder Garzeit je nach Gericht und Kochsituation verkürzen.
- Gerät dem Zweck entsprechend wählen: Kein Sonntag ohne Sonntagsbrötchen! Für kleinere Mengen kann es sinnvoll sein, ein Gerät zu wählen, das gut zur Menge und zum Einsatzzweck passt. Für wenige Brötchen kommen beispielsweise ein Toaster mit geeignetem Aufsatz oder ein Airfryer infrage. Auch bei anderen kleinen Portionen kann ein kompakteres Gerät je nach Nutzung weniger Energie benötigen als ein größerer Backofen. Welche Variante tatsächlich günstiger ist, hängt vom konkreten Gerät und der Anwendung ab.
- Umluft statt Ober-/Unterhitze: Beim Backen mit Heiß- oder Umluft kann je nach Rezept oft mit einer niedrigeren Temperatur gearbeitet werden als bei Ober-/Unterhitze. Zusätzlich lassen sich bei geeigneten Gerichten mehrere Ebenen gleichzeitig nutzen. Welche Einstellung sinnvoll ist, hängt jedoch vom jeweiligen Rezept und Backofen ab.
- Das passende Kochfeld verwenden: Damit die Wärme möglichst passend genutzt wird, sollte die Größe des Topfes zur verwendeten Kochzone passen. Entsprechend sollten Sie beispielsweise einen kleinen Milchtopf nicht auf die größte Kochzone stellen.
- Restwärme nutzen: Herdplatten und Backöfen können je nach Bauart auch nach dem Ausschalten noch Restwärme abgeben. Bei geeigneten Gerichten kann es deshalb möglich sein, den Garvorgang mit dieser Restwärme zu Ende zu führen. Ob und wie früh ausgeschaltet werden kann, hängt vom jeweiligen Gerät und Gericht ab.
- Backofen- und Kühlschranktür nicht länger als nötig öffnen: Beim Öffnen verändern sich die Temperaturen im Gerät. Beim Kühlschrank gelangt wärmere Raumluft hinein, während beim Backofen Wärme entweichen kann. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Türen nur so lange und so häufig zu öffnen, wie es für die Nutzung notwendig ist.
- Kleiner Topf oder Mikrowelle bei kleinen Mengen: Wenn Sie kleinere Mengen aufwärmen möchten, kann es sinnvoll sein, Kochgeschirr und Gerät an die Menge anzupassen. Ein kleinerer Topf kann bei einer kleinen Portion praktischer sein als ein großer. Auch eine Mikrowelle kann sich für bestimmte kleine Mengen eignen. Welches Gerät im konkreten Fall weniger Energie benötigt, hängt von Menge, Zubereitungsart und Gerät ab.


4. Ideen zum Energiesparen: Effizient unterwegs im Homeoffice
Arbeiten von Zuhause aus ist mittlerweile ganz normal – wieso auch nicht, es hat schließlich eine ganze Menge Vorteile. Wer im Homeoffice arbeitet, nutzt allerdings zusätzliche Geräte wie Bürolicht, Computer und Co. über längere Zeit im eigenen Haushalt. Je nach Ausstattung, Nutzungsdauer und Tarif kann sich das entsprechend auf den Stromverbrauch auswirken.
Um im heimischen Büro den Energieverbrauch im Blick zu behalten, lohnt es sich, bereits bei der Wahl des Arbeitsgeräts auf den tatsächlichen Bedarf zu achten. Ein großer stationärer PC mit zusätzlichem Monitor kann je nach Ausstattung und Nutzung deutlich mehr Energie verbrauchen als ein vergleichbar eingesetzter Laptop. Welche Variante im Einzelfall sparsamer ist, hängt jedoch von Gerät, Leistung, Bildschirmgröße und Nutzungsdauer ab. Unabhängig davon können Sie die Energieeinstellungen Ihres Geräts anpassen. Viele moderne Geräte verfügen über Energiespar-Optionen, mit denen sich beispielsweise Bildschirmhelligkeit, Ruhezustand und automatische Abschaltzeiten steuern lassen. Beim Arbeiten können Sie außerdem Programme schließen, sobald Sie diese nicht mehr benötigen. So vermeiden Sie unnötige Hintergrundaktivitäten. Statt eines dauerhaft laufenden Bildschirmschoners kann der Monitor so eingestellt werden, dass er sich nach einer bestimmten Zeit ohne Nutzung automatisch ausschaltet.
Wenn dann nach getaner Arbeit der wohlverdiente Feierabend ruft, können Sie Ihren PC vollständig ausschalten. Einige Geräte verbrauchen auch im Stand-by-Modus weiterhin Strom. Wenn Sie diesen Verbrauch vermeiden möchten, können Sie geeignete Geräte nach der Nutzung vollständig vom Strom trennen. Wer nun nicht unter dem Schreibtisch herumkrabbeln möchte, um mehrere Stecker für Bildschirm, Lautsprecher und Co. zu ziehen, kann dafür beispielsweise eine Steckerleiste mit integriertem Schalter nutzen.


5. Wie kann man Energie sparen? Auf LED-Beleuchtung umrüsten!
Wahrscheinlich leuchten sie schon längst bei Ihnen zu Hause: LED-Lampen. Seit der schrittweisen EU-Regulierung klassischer Glühlampen sind heute vor allem energieeffizientere Leuchtmittel verbreitet. Wer noch ältere Glühlampen zuhause hat, kann diese grundsätzlich weiter nutzen. Dennoch kann es sinnvoll sein zu prüfen, welche Leuchtmittel im eigenen Haushalt eingesetzt werden und welchen Energieverbrauch sie haben. LED-Lampen benötigen je nach Modell und Lichtleistung deutlich weniger Energie als klassische Glühlampen und sind in vielen Ausführungen für eine längere Nutzungsdauer ausgelegt. Ob sich ein Austausch im Einzelfall lohnt, hängt unter anderem von Nutzungsdauer, Leuchtmittel, Anschaffungspreis und Stromverbrauch ab.
Lange Zeit galten sogenannte Energiesparlampen als Alternative zu LED-Leuchten. Bestimmte Leuchtstofflampen dürfen aufgrund geänderter EU-Vorgaben inzwischen nicht mehr neu in Verkehr gebracht werden. Hintergrund ist unter anderem, dass solche Lampen Quecksilber enthalten können. Restbestände können teilweise noch erhältlich sein. LED-Leuchten sind heute eine weit verbreitete Alternative und können je nach Modell bei vergleichbarer Lichtleistung einen geringeren Energieverbrauch aufweisen. Auch die Preise für LED-Leuchtmittel haben sich in den vergangenen Jahren verändert und es gibt mittlerweile Angebote in unterschiedlichen Preisklassen. Ob sich ein Austausch bestehender Leuchtmittel lohnt, hängt unter anderem von Nutzung, Verbrauch, Anschaffungspreis und dem vorhandenen Leuchtmittel ab.
Sie sehen also: Ein bewusster Umgang mit Energie lässt sich an vielen Stellen im Alltag umsetzen. Mit unseren Tipps können Sie verschiedene Bereiche in Ihrem Zuhause genauer betrachten und mögliche Einsparpotenziale erkennen. Je nach Nutzung und Ausgangssituation kann sich das auch auf Ihren Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten auswirken.
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