

Besser aufgestellt denn je
Niederlauer. Die Opti-Wohnwelt Gruppe blickt einem besonders erfreulichen Jahreswechsel entgegen: Zum 31. Dezember 2025 wird das Unternehmen das Eigenverwaltungsverfahren wieder verlassen. Vorangegangen waren intensive Monate der Restrukturierung und Neuausrichtung, mit der die Möbelhauskette in eine erfolgreiche Zukunft geführt wurde.
„Für unsere Kunden und Partner sowie natürlich auch für uns als Opti-Familie ist diese Nachricht wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“, erklärt Oliver Föst, Geschäftsführer der Opti-Wohnwelt Gruppe: „Hinter uns liegen anstrengende Monate, in denen wir zusammen mit den Sanierungsexperten der Kanzlei GRUB BRUGGER, den Banken, unseren Geschäftspartnern und nicht zuletzt mit unseren Mitarbeitenden ein tragfähiges Sanierungskonzept erarbeitet haben. Unser Ziel, das Unternehmen bei laufendem Geschäftsbetrieb neu aufzustellen und langfristig auf solide finanzielle Füße zu bringen, haben wir erreicht.“
Dr. Philipp Grub aus der Kanzlei GRUB BRUGGER ergänzt: „Es war allen Beteiligten von Beginn an wichtig, lieber einen nachhaltigen, substanziell erfolgversprechenden Neuanfang zu schaffen als nur einen Kurzfristerfolg. Darum waren Sorgfalt und Gründlichkeit wichtiger als bloße Schnelligkeit.“ Die Komplexität der Sachverhalte sorgte in einem wirtschaftlich angespannten Gesamtumfeld für eine zeitintensive Prüfung durch die Finanzierungspartner.
Die Neuausrichtung der Opti-Wohnwelt Gruppe betrifft viele Bereiche. Geschäftsführer Michael Föst, der das Unternehmen über Jahrzehnte entscheidend prägte, scheidet aus der bisherigen Doppelspitze mit Oliver Föst aus und zieht sich nach der erfolgreich abgeschlossenen Sanierung in den wohlverdienten Ruhestand zurück. Das Unternehmen wird zukünftig von Oliver Föst als alleinigem Geschäftsführer geleitet, dem zwei Prokuristen, Michael Meier und Christine Föst, zur Seite stehen. Die neue Struktur der Unternehmensleitung wird Entscheidungsprozesse schlanker und effizienter machen.
Im Zuge der wirtschaftlichen Konsolidierung wurde unter anderem auch mit Vermietern der bestehenden Möbelhäuser verhandelt, um die laufenden Kosten weiter zu senken. Die Struktur der Lagerhaltung wurde weiter optimiert, Depots aufgelöst und zusammengefasst. Der Einsatz von KI im Kundenservice-Center sowie die Einführung weiterer innovativer Software-Systeme steigern fortan nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch das Kundenerlebnis.
Die Kunden profitieren bereits heute von neu eingeführten Maßnahmen. So wurden beispielsweise die Beschaffungswege ausgebaut, was für eine schnellere Warenverfügbarkeit sorgt. Die Einführung der Eigenmarken Ole Peterson und Opti Living ist ein großer Erfolgt und schafft noch mehr Vielfalt für Käufer. Beide überzeugen mit einem exzellenten Preis-Leistungsverhältnis und sorgen dafür, dass keine Wünsche mehr offenbleiben.
Bereits gut angenommen werden die neu eingeführten Beratungs-Stelen, an denen Kunden im Möbelhaus auf Knopfdruck Beratung anfordern können – gerade in abgelegeneren Ausstellungsbereichen eine wichtige Kontaktmöglichkeit. Überhaupt rückt die Kundenberatung stärker in den Mittelpunkt. Durch die Weiterbildung des Verkaufspersonals erhalten Kunden eine noch bessere, ganzheitliche Einrichtungsberatung, die weit über das Thema Möbel hinausgeht und einen echten Mehrwert für die Käufer bietet.
Die Opti-Wohnwelt Gruppe ist bundesweit mit 27 Filialen vertreten und beschäftigt rund 900 Personen. „Mein Dank gilt allen Mitarbeitenden, die in den vergangenen Monaten durch ihr Engagement und ihre Loyalität zum erfolgreichen Neuanfang mit beigetragen haben“, betont Oliver Föst: „Genauso danke ich aber auch allen Kundinnen und Kunden, die uns in dieser schwierigen Phase die Treue gehalten haben und die wir mit unserem attraktiven Sortiment sowie mit unseren Serviceleistungen begeistern konnten.“
Der vom Gericht eingesetzte Sachwalter Dr. Stefan Debus von der Kanzlei Müller-Heydenreich Bierbach & Kollegen (Nürnberg) resümiert: „Die Neuausrichtung der vergangenen Monate ist in der Opti-Wohnwelt Gruppe klar erkennbar. Sie stärkt nicht nur die finanzielle Basis des Unternehmens, sondern geht auch mit einer konsequenten Fokussierung auf leistungsfähige Standorte einher. Nach dieser gelungenen Weichenstellung für die Zukunft stehen dem Abschluss des Eigenverwaltungsverfahrens keine Hindernisse mehr im Weg.“






